Schnuppern als Winzer zum dritten

Schnuppern als Winzer zum dritten

Donnerstag und Freitags vergangener Woche ging ich erneut den Beruf Winzer schnuppern. Dieses mal, mit dem Ziel mich auf die Lehrstelle zu bewerben. In diesen zwei Tagen schnupperte ich auf einem Betrieb der im Nachbardorf von Twann (wo ich das letzte mal schnupperte) liegt, in Ligerz.

Donnerstag

Am ersten Morgen wurde ich mit dem Auto gebracht. Ich wurde vom Chef und den zwei Mitarbeitern begrßsst und wir besprachen was es fßr den Tag zu tun gibt. Bevor wir in den Rebberg fuhren bekam ich noch eine Kleine Roomtour durch den Keller und die Lagerräume.

Im Rebberg musste ich und ein Mitarbeiter die Pfähle die zu weit eingeschlagen wurden ein wenig herausziehen. Dies war wichtig so dass der Draht der dort gespannt wird nicht zu tief unten ist. Auch wen es sich nur um wenig Zentimeter handelt steckten sie doch manchmal ziemlich fest in der Erde.

Am Nachmittag war ich mit der anderen Mitarbeiterin im Keller, dort träufeln wir einen Tropfen der Weine die sich noch in den Tanks befinden auf ein Stßck speziellen Papiers. Wichtig war, dass das Papier keine Spuren von Schmutz oder anderen Weinsorten auf wies, da sonst die Ergebnisse nicht stimmen. Dies machten wir um die Malolaktische Gärung zu ßberprßfen. Der durch diese Gärung resultierende biologische Säureabbau fßhrt bei der Weinherstellung zu einem harmonischen und ausgewogenen Geschmacksbild. Um ein Resultat zu sehen mussten wir das Papier in eine flßssige Mischung stellen. Durch die Mischung wird auf dem Papier angezeigt wie weit der Wein schon in dem Prozess ist. Danach stellten wir noch einige Bestellungen von Kunden zusammen.

Wein Auswahl
Wein Auswahl

Freitag

Wie am Donnerstag gingen wir auch am Freitag zuerst in den Rebberg, dort fingen wir mit dem Winterschnitt an. Diesen habe ich schon ein wenig im letzten Blog erwähnt. Meine Aufgabe war es die abgeschnittenen Ruten heraus zu ziehen und in der Mitte zwischen den Reihen zu stapeln. Man kam nicht sonderlich schnell voran trotzdem finde ich es eine spannende Arbeit, da es quasi der erste Schritt ßber die Rebenpflege bis hin zu den Trauben ist.

Am Nachmittag lieferten ich und die Mitarbeiterin einige Bestellungen aus. Die Kunden waren zwei Restaurants und ein Chalet. Bevor ich mich wieder Richtung Bern auf den Weg machte durfte ich dem Chef noch einige Fragen stellen und erfuhr unter anderem dass die Reben Windbestäuber sind und keine Bienen dazu brauchen. Oder auch was die Klimaerwärmung fßr Herausforderungen aber auch Chancen fßr den Schweizer Weinbau bietet.

Fazit

Mir gefielen die zwei Tage sehr und wßrde gerne eine Lehre auf diesen Hof machen. Ich kann Nächste Woche noch einmal zwei Tage schnuppern gehen wo ich noch einmal andere Arbeiten zu Gesicht bekomme.